08. Juni 2017 – Stressbewältigung »Der Blog aus dem Ring« Selbstmanagement -
Ich-Valley statt Silicon-Valley

 

Wann haben Sie sich das letzte Mal beim Besuch eines Ladengeschäfts gedacht, „Warum sucht sich diese Person eigentlich nicht einen anderen Job?“ Übelgelaunt, missmutig und unaufmerksam bekommen wir, wenn wir Glück haben, eine Antwort auf unsere Frage. Bei Menschen, die wir als unsere Dienstleister betrachten, fällt uns eine schlechte Stimmung sofort auf. Wie sieht es denn bei uns selbst aus? Machen die Energieschwankungen mit uns was sie wollen oder können wir unsere ‚Gemütslage‘ selbst proaktiv steuern?

Von einer guten Verfassung profitiert immer auch der Kopf – er wird klarer!

Aus meiner Sicht ist diese Steuerungskompetenz für unsere Zufriedenheit und das private und berufliche Vorankommen extrem wichtig. Schon ganz einfach deswegen, weil sich unsere Verfassung, sei sie positiv aufgeräumt oder negativ zerstreut, unmittelbar auf unser Denkvermögen und generell unsere Art zu kommunizieren auswirkt. Wer im sogenannten ‚Flow‘, also einem gelassenen, energiegeladenen Zustand ist, der arbeitet automatisch produktiver und erlebt mehr konstruktive Momente.

Jeder Mensch braucht nach spätestens 90 Minuten konzentrierten Arbeitens Pausen. Doch das wollen die Wenigsten wahrhaben und fangen nun an gegen die eigene Leistungskurve anzukämpfen. 

Zeit- und stimmungselastische Menschen leisten leichter

Jeder von uns hat seinen eigenen Rhythmus in dem er "rund läuft". Meist sind wir gezwungen, uns fremden Arbeitsrhythmen, sei es im Kundengespräch oder in Meetings, anzupassen. Doch das ist kein Grund zum Frust.

Jeder Mensch kann stimmungs- und zeitelastischer werden. Was ich damit nicht meine, ist - oberflächlich am Lächeln 'rumbasteln' oder mit Sprüchen wie „Mir geht es gut, ich bin gut drauf!“ Stimmungskosmetik zu betreiben-, sondern körperintelligent auf den eigenen Leistungswellen zu ‚surfen‘. Einfach indem wir kluge, kurze und effektive Regenerationsinseln in den beruflichen Alltag einbauen. Hier helfen oft schon 2-3 Minuten echte Entspannung, um die Akkus wieder ein großes Stück zu füllen und damit die Verfassung zu verbessern! Entscheidend dabei ist immer, die individuell passende Regenerationsaktivität zu identifizieren. Für manche Menschen kann das ein kurzes Augenschließen mit schalldämpfenden Kopfhörern sein, für andere ein kurzer Gang an die frische Luft mit der richtigen Musik auf den Ohren.

Lebenskraft gewinnen – finden Sie Ihren persönlichen Weg zu einem klaren Kopf

Verena Steiner hat zu dem Thema ‚intelligent auf den Stimmungen surfen‘ ein hervorragendes Arbeitsbuch (Energiekompetenz) geschrieben, indem sie in einfachen und nachvollziehbaren Schritten dem Leser einen Weg aufzeigt, wie er/sie entspannter, produktiver leisten kann. Die Reise führt immer von der Wahrnehmung der eigenen Leistungskurve über die proaktive Gestaltung der Lebenskraft bis hin zur Verankerung eines langfristigen, stabilen und agilen Lebensstils.

Es gilt ein Gespür für das optimale Maß zu entwickeln

Personen, die in der Lage sind genau diese physisch-mentale Verfassung proaktiv immer wieder erneut anzusteuern, denen gelingt es auch in turbulenten Zeiten mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit, selbst bei Kräften und elastisch zu bleiben.

Um allerdings in diesem optimalen Beanspruchungsbereich zu sein, braucht es ein gutes Gespür für sich selbst und die eigene aktuelle Anspannung bzw. Verfassung. Diese Intuition wurde uns nicht in die Wiege gelegt. Wir entwickeln sie dann, wenn wir regelmäßige Auszeiten in den Arbeitsalltag integrieren, Erfahrungen damit sammeln, diese bewerten und kontinuierlich weiter an uns und die Gegebenheiten anpassen.

Wir haben viel mehr Einfluss auf unsere Leistungsfähigkeit als wir glauben

Selbstverständlich gibt es Meetings und Unternehmensszenarien, da hilft die beste Verfassung nichts. Doch sind unsere Einflussmöglichkeiten oft größer als wir glauben. Lernen Sie Gemütslagen bzw. Stimmungen zuverlässiger wahrzunehmen und erfolgreich darauf zu surfen. Ein sinnvoller Einstieg hin zu mehr entspannter Produktivität kann folgende Atemübung sein.

Eine Mikro-Übung mit Makro-Wirkung

Kennengelernt habe ich sie im Rahmen eines Projektes in New York. Daniel Goleman berichtet darüber auch in seinem Buch ‚Focus, the hidden driver of excellence‘. Mit dieser Übungssequenz lässt sich in kürzester Zeit eine deutliche Verbesserung des Gesamtzustandes erreichen. Es hilft den oft stark gestressten Menschen sich wieder auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren. Sie finden die Übung in seinem „GoogleTalk" ab Minute 30 wunderbar beschrieben.

Mit kontinuierlichen ‚Kurzurlauben‘ wieder frisch an die Arbeit

Ich bin immer wieder begeistert, wie schnell Menschen einen klaren Kopf bekommen und im Anschluss ein Stück gelassener weiterarbeiten können. Machen Sie doch bei der nächsten günstigen Gelegenheit die Atemübung und profitieren Sie von den positiven Effekten auf Ihre Stimmung und damit auch Leistungsfähigkeit.

Mit Grüßen aus dem Ring
Peter Flühr

P.S.: Embodiment- Wenn Kopf und Körper gemeinsame Sache machen. In den Business Coaching lernen Sie, wie das gelingen kann.

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Peter Flühr

Hallo,

ich bin Peter Flühr, seit mehr als 20 Jahren Coach und Trainer.

Viele Fach- und Führungskräfte erleben ihren beruflichen Alltag vor allem als Kampf.

In meinen Seminaren und Trainings zeige ich, wie man jeden Tag aufs Neue in diesem Ring besteht – mit einer Kombination aus mentalen Methoden und gezielter Bewegung.

In meinem Blog greife ich Themen auf, die viele aus ihrem Alltag kennen und gebe einfache Tipps, wie sie sich verbessern oder lösen lassen.

Viel Spaß beim Lesen!