01. März 2018 – Qualifizierung von Führungskräften »Der Blog aus dem Ring« Die Intelligenz im freien Fall stoppen

 

Elisha Graves Otis hat 1853 den Auffangschutz für Aufzüge entwickelt und mit dieser Sicherheitsvorrichtung den Weg frei gemacht für den Bau von Wolkenkratzern. Wer will schon regelmäßig mehr als 5 Stockwerke seine Wasserflaschen tragen oder sich in Todesangst in eine geschlossene Kabine begeben, die nur an ein paar Seilen hängt?    

Gesunder Menschenverstand - kleines Angebot bei großer Nachfrage    

Was Otis für die Städteentwicklung getan hat, nämlich einen lebensrettenden Fahrstuhlfangschutz für Hochhäuser zu erfinden, das wünschen sich viele Führungskräfte für die eigene kognitive Leistungsfähigkeit und die ihrer Mitmenschen. Der Intelligenzquotient (IQ) rast in Drucksituationen, bildlich gesprochen, vom 10. Stock direkt in die Tiefgarage. Sind wir jetzt im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte, so befinden wir uns Millisekunden später schon im ‚Stammhirnmodus‘, ausschließlich bereit zur Flucht, zum Kampf oder Kollaps. 

Bitter, wenn wir so weit unter den eigenen Möglichkeiten bleiben

Sind nämlich die Umgebungsbedingungen für die Menschen im Unternehmen z.B. durch intransparente oder vergiftete Kommunikation, interne Grabenkämpfe und veraltete Geschäftsmodelle bedrohlich genug, verbringen die sogenannten Leistungsträger einen großen Teil der Arbeitszeit in der ‚IQ-Tiefgarage‘, weit unter den eigenen Möglichkeiten. Wie schön wäre da eine Intelligenz-Auffangvorrichtung für gestresste bzw. malträtierte Kopfarbeiter. Eine, die sie zwischen der 7. und 10. Etage hält. Die gute Nachricht: Es gibt diesen Fallschutz schon. Doch er kommt leider so selten zum Einsatz. 

Die bewährten Assistenzsysteme sind vergessen und eingerostet

Hergehört ‚Körpereigentümer‘! Wer in brenzligen Situationen einen klaren Kopf bewahren, gute Entscheidungen treffen und konstruktiv kommunizieren möchte, der sollte sich zu keiner geistig isolierten ‚Kopfakrobatik‘ hinreißen lassen, sondern sich die Erfindung von Otis genauer anschauen. So wie bei dessen Aufzug-Bremsschutz eine Feder (und zwei Bolzen) eine zentrale Rolle spielen, so braucht ein strapazierter Intellekt einen elastischen und gleichzeitig stabilen Unterbau, den Körper. Am besten einen, der sogar noch ein wenig ein- und ausfedern kann. 

Elisha Otis demonstriert sein Sicherheitssystem am Crystal Palace, 1853. (© Wikipedia)

Wie ‚reanimieren‘ wir nun diese menschliche Absturzsicherung?

Ganz einfach, indem wir seltener 'festgefroren' am Tisch klemmen und dafür häufiger den Körper unterhalb des Hirns geschmeidig halten. Z.B. durch die „fünf Elemente-Übung“. Wer diese Form regelmäßig übt, bleibt auch in stressigen Situationen elastisch geerdet und profitiert dabei von einer sicheren Basis. Denn sie ist die unverzichtbare Voraussetzung für einen klaren Kopf und eine gesunde Seele.

Mit balanciertem Organismus leichter bei Sinnen bleiben 

Effektiv sind selbstverständlich auch alle anderen menschlichen Betätigungen, die die Bausteine (Brustkorb, Bauch, Becken, Beine und Füße) unterhalb des Intellekts ‚artgerecht‘ in Schwung halten. Genau diese dynamische Ordnung verhindert im Ernstfall das Zerschellen des Verstandes auf dem Boden ;-).  

Was 'fängt' Sie auf?

Ich freue mich, wenn Sie die Kommentarfunktion nutzen und so die anderen LeserInnen an Ihren erfolgreichen (wenn auch unkonventionellen) Strategien, einen klaren Kopf zu bewahren, teilhaben lassen! 

Mit Grüßen aus dem Ring des Alltags

Peter Flühr     

Bildnachweis Titelbild: © VisualCommunications

Kommentare

  • Anna 01. März. 2018, 9:15

    Großartig wenn es gelingt, für hochdramatische Augenblicke im Leben Worte zu finden über die eine Körpereigentümerin laut lachen muss. Ich erinnere Stresssituationen in denen ich mehrere Anläufe brauchte um eine mir bekannte Telefonnummer zu wählen. Falls das mit der Organismus-Balance in Zukunft nicht klappen sollte - das Bild vom "Freien Fall der Intelligenz" wird eine Wirkung haben.

  • Claudia Eigel 01. März. 2018, 13:37

    Ich durfte die 5-Elemente Übung letztes Jahr bei einem Seminar mit Peter kennenlernen und habe sie danach sehr regelmäßig morgens und manchmal auch zwischendurch tagsüber gemacht. Mit der passenden Musik dazu hat sie mich immer sehr beschwingt und befreit. Sie ist ein bisschen in Vergessenheit geraten, aber ich werde sie jetzt wieder in meinen Tagesplan einbauen :)

  • Elisabeth Flögel 16. März. 2018, 16:16

    Lieber Peter,
    Deine Worte sind, wie immer, zutreffend. Du erinnerst Dich sicher nicht mehr daran,
    dass ich das Element Feuer am liebsten hatte, denn mit Salsa und Latino Musik
    konnte und kann ich mich vollständig in eine andere Welt versetzen. Danach geht es mir immer viel besser, ganz egal was mich vorher beschäftigt hat.
    Liebe Grüße Elisabeth

  • Peter Flühr 16. März. 2018, 16:28

    Liebe Elisabeth,

    nein daran erinnere ich mich in der Tat nicht mehr. Die Ausbildung beim BTV war ja so um das Jahr 2002, als wir uns dort getroffen haben!?)
    Für mich sind die südamerikanischen und afrokubanischen Rhythmen jedenfalls auch immer noch eine verlässliche Kraftquelle!

    Herzliche Grüße schickt und viel Zeit zum Tanzen wünscht Dir
    Peter

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Peter Flühr

Hallo,

ich bin Peter Flühr, seit mehr als 20 Jahren Coach und Trainer.

Viele Fach- und Führungskräfte erleben ihren beruflichen Alltag vor allem als Kampf.

In meinen Seminaren und Trainings zeige ich, wie man jeden Tag aufs Neue in diesem Ring besteht – mit einer Kombination aus mentalen Methoden und gezielter Bewegung.

In meinem Blog greife ich Themen auf, die viele aus ihrem Alltag kennen und gebe einfache Tipps, wie sie sich verbessern oder lösen lassen.

Viel Spaß beim Lesen!